Im Rahmen seiner Studien legt Prof. Dr. Vatter mit seinem Team Wert auf eine empirische Vorgehensweise. So wurden in den vergangenen Jahren Daten über das reale Verhalten und die Einstellung von über 3.000 Menschen gesammelt und statistisch ausgewertet. Unter anderem wurde der Erfolg unterschiedlicher Teams in Escape Rooms untersucht oder Menschen über ihre Erfahrungen am Arbeitsplatz befragt.
Dabei wurden Modelle entwickelt, mit denen sich Rollenverständnisse, Einflussbeziehungen und die Akzeptanz von Führung systematisch beschreiben lassen. So können nicht nur einzelne Verhaltensweisen betrachtet werden, sondern die zugrunde liegenden Beziehungsstrukturen eines Teams.
Dadurch entstand ein differenziertes Bild der organisationalen Wirklichkeit. Entscheidungen werden dadurch nicht allein aus der Perspektive einzelner Beteiligter beurteilt, sondern im Kontext des gesamten Führungssystems verstanden.
In der Zusammenarbeit ermöglicht dies eine strukturierte Einordnung komplexer Situationen und schafft eine gemeinsame Grundlage für tragfähige Entscheidungen und klare Verantwortlichkeiten. Daraus sind beispielsweise folgende Methoden entstanden:
- Rangdynamisches Positionsmodell: Hiermit lassen sich Persönlichkeitstypen in Bezug auf ihre psychischen Fähigkeiten, Werte und emotionalen Bedürfnisse einstufen.
- Matrix der Beziehungsformen und rangdynamische Soziogramme: Hiermit lassen sich die Verbindungen und Beziehungen von Teammitgliedern in Bezug auf Führung und Gefolgschaft grafisch darstellen.
- Modell zur Akzeptanz von Führung: Hiermit lässt sich das Verhalten von Menschen und das Zustandekommen von Führungspositionen begründen.
Darüber hinaus wurden weitere Studien durchgeführt, um detaillierte Aussagen zur Arbeitskultur, Teamperformance und Arbeitsbelastung machen zu können.
Im Rahmen der Beratung können dadurch wertvolle Empfehlungen für die Praxis abgeleitet werden. Zusätzlich kann damit eine perspektivische Verzerrung vermieden werden, etwa wenn die Situation nur aus dem Blickwinkel der Führungskraft betrachtet wird.