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Führung gestalten

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Prof. Dr. Peter Vatter berät Führungskräfte zu den Themen Führung, Präsenz, Rangdynamik und informelle Hierarchie. Sein Beratungsansatz beruht dabei nicht nur auf seinen Erfahrungen als Führungskraft, sondern vor allem auf der Forschung, die er mit seinem Team an der FOM Hochschule für Oekonomie und Management durchführt.

Gängige Coaching-Ansätze betonen zurecht die Bedeutung offener Kommunikation und der konstruktiven Mitarbeit aller Beteiligten. In vielen Fällen ist das aber nur eingeschränkt oder gar nicht gegeben.


Prof. Dr. Peter Vatter bietet Werkzeuge und Methoden, um komplexe Teamkonflikte zu verstehen, Lösungen zu finden und das Potential des Teams auszuschöpfen.

Darin betrachtet er insbesondere die inoffiziellen Macht- und Einfluss-Strukturen in Organisationen, die nicht durch formelle Regeln oder offizielle Positionen festgelegt sind. Im Gegensatz zu anderen Ansätzen schließt seine Beratung Aspekte rund um informelle Macht, Status, Durchsetzung und Rivalität mit ein.

Im Rahmen seiner Studien legt Prof. Dr. Vatter mit seinem Team Wert auf eine empirische Vorgehensweise. So wurden in den vergangenen Jahren Daten über das reale Verhalten und die Einstellung von über 3.000 Menschen gesammelt und statistisch ausgewertet. Unter anderem wurde der Erfolg unterschiedlicher Teams in Escape Rooms untersucht oder Menschen über ihre Erfahrungen am Arbeitsplatz befragt. Dabei wurden Modelle entwickelt, mit denen sich Rollenverständnisse, Einflussbeziehungen und die Akzeptanz von Führung systematisch beschreiben lassen. So können nicht nur einzelne Verhaltensweisen betrachtet werden, sondern die zugrunde liegenden Beziehungsstrukturen eines Teams. Dadurch entstand ein differenziertes Bild der organisationalen Wirklichkeit. Entscheidungen werden dadurch nicht allein aus der Perspektive einzelner Beteiligter beurteilt, sondern im Kontext des gesamten Führungssystems verstanden. In der Zusammenarbeit ermöglicht dies eine strukturierte Einordnung komplexer Situationen und schafft eine gemeinsame Grundlage für tragfähige Entscheidungen und klare Verantwortlichkeiten. Daraus sind beispielsweise folgende Methoden entstanden:
  • Rangdynamisches Positionsmodell: Hiermit lassen sich Persönlichkeitstypen in Bezug auf ihre psychischen Fähigkeiten, Werte und emotionalen Bedürfnisse einstufen.
  • Mithilfe der Matrix der Beziehungsformen und der rangdynamischen Soziogramme lassen sich die Verbindungen und Beziehungen von Teammitgliedern in Bezug auf Führung und Gefolgschaft grafisch darstellen.
  • Modell zur Akzeptanz von Führung: Hiermit lässt sich sich das Verhalten von Menschen und das Zustandekommen von Führungspositionen begründen.
Darüber hinaus wurden weitere Studien durchgeführt, um detaillierte Aussagen zur Arbeitskultur, Teamperformance und Arbeitsbelastung machen zu können. Im Rahmen der Beratung können dadurch wertvolle Empfehlungen für die Praxis abgeleitet werden. Zusätzlich kann damit eine perspektivische Verzerrung vermieden werden, etwa wenn die Situation nur aus dem Blickwinkel der Führungskraft betrachtet wird.
In Beratungsprojekten werden sehr individuelle Problemstellungen adressiert. Gerade auf Führungsebene entstehen Konstellationen, in denen Entscheidungen unter Unsicherheit getroffen werden müssen: unklare Interessen, verdeckte Spannungen im Führungskreis oder strategische Weichenstellungen mit langfristigen Folgen. Dennoch lassen sich häufig wiederkehrende Anforderungen ableiten. Hierfür haben wir die folgenden Beratungsformate abgeleitet.

  • Sparring
  • Teamdiagnose
  • Training
 

Gemeinsam selektieren wir, welcher der Wege für

Ihren Fall am besten geeignet ist.

Ausgangssituation

Die Ausgangssituation für ein Sparring können sehr unterschiedlich sein. Häufig sind Führungskräfte mit der Situation in ihrem Team nicht zufrieden, können aber nicht genau benennen, worin das Problem genau liegt. So stimmt möglicherweise die Teamperformance nicht, oder es fehlt an Innovationsgeist.

Das Sparring ist hier eine effiziente und kostengünstige Möglichkeit, einmalig oder in regelmäßigen Abständen in den Austausch zu gehen und eine zweite Meinung aus neutraler Perspektive einzuholen.

Prof. Dr. Peter Vatter und sein Team bringen alle Voraussetzungen mit, um in kurzer Zeit kritische Teamsituationen zu erkennen und Ihnen Lösungsvorschläge zu bieten. Diskretion ist dabei für uns eine Selbstverständlichkeit.



Methoden

Im Sparring werden solche Situationen strukturiert analysiert. Dabei kommen sowohl Methoden des systemischen Coachings, als auch aus der rangdynamischen Forschung zum Einsatz. Die Auswahl der verwendeten Tools richten sich dabei maßgeblich nach der jeweiligen Situation.


Ziel

Das Ziel im Sparring ist es, die tatsächlich wirksamen Einflussfaktoren sichtbar zu machen, Handlungsoptionen zu klären und die eigene Position im Gefüge realistisch einzuordnen.

Ausgangssituation

Strategisch wichtige Teams, wie etwa der Vorstand eines Unternehmens, sind erfolgskritische Arbeitsgruppen einer Organisation. Arbeiten diese ineffizient, etwa weil soziale Konflikte vorliegen, kann dies verheerende Auswirkungen auf den Erfolg der gesamten Organisation haben. Diskretion ist wie immer bei unserer Arbeit selbstverständlich.

Hier ist eine detaillierte Analyse der Verhaltensmuster, Interessen und sozialen Beziehungen sinnvoll, um eine grundlegende Verbesserung der Zusammenarbeit zu erreichen.


Methoden

Üblicherweise wird die Situation aus Sicht der Führungskraft betrachtet. Dabei kommen gezielt Methoden zum Einsatz, um den „Schlüsselloch-Effekt“, also die perspektivische Verzerrung durch die Betrachtung der Situation aus nur einer Perspektive, zu verhindern.

Die Methoden, die dabei zum Einsatz kommen sind:

  • Charakterisierung der beteiligten Personen anhand des rangdynamischen Rollenmodells

  • Identifikation individueller Verhaltensmuster, -normen und Motiven vor dem Hintergrund der organisatorischen Rahmenbedingungen wie der gemeinsamen Glaubensgrundsätze und der Firmenidentität

  • Aufzeigen der sozialen Beziehungen anhand eines Soziogramms

  • Ableitung und gemeinsame Diskussion von Lösungsvorschlägen



Ziel

Das Ziel einer Teamdiagnose ist eine umfassende Analyse der sozialen Strukturen, der individuellen Interessen und Persönlichkeiten aller Beteiligten sowie das Ableiten von Lösungsmöglichkeiten.

Ausgangssituation

Führungskräfte müssen zudem über eine Vielzahl an Fähigkeiten verfügen. Souveränes Auftreten, der Umgang mit Interessenskonflikten und ein Verständnis für soziale Vorgänge sind zwar ein elementarer Bestandteil, werden in den meisten Führungskräfteschulungen aber vernachlässigt.

Die Trainings richten sich an Führungskräfte, die ihre Rolle bewusst schärfen und ihre Wirkung im sozialen Gefüge besser verstehen möchten. Im Mittelpunkt stehen neben Techniken besonders Haltung, Entscheidungsfähigkeit und die Fähigkeit, auch unter Druck klar zu bleiben. Thematisiert werden unter anderem Selbstwahrnehmung, Menschenkenntnis, Verantwortung, Loyalität und die ethische Dimension von Führung.


Methoden

In den Trainings kommt eine Mischung aus theoretischen Einheiten und Übungen zur Selbsterfahrung und Reflexion zum Einsatz. Dabei werden gezielt kontrollierte Konfliktsituationen geübt und teils Grenzerfahrungen außerhalb der täglichen Komfortzone gesucht. Offenes Feedback unter den Teilnehmern bildet einen wichtigen Bestandteil.


Ziel

Ziel der Trainings ist es, die eigene Persönlichkeit weiterzubilden, Erfahrung mit schwierigen Situationen in einem kontrollierten Rahmen zu sammeln und das eigene Führungsverhalten zu reflektieren. Ziel ist es, Souveränität zu entwickeln, auch wenn Erwartungen auseinandergehen und schnelle Entscheidungen erforderlich sind. Nach dem Seminar sollen die Teilnehmenden in der Lage sein, in ihrer Führungsrolle Orientierung zu geben, ohne sich selbst zu verlieren.

 

Prof. Dr. Peter Vatter widmete sich mit einem Studium der Informatik und einer Promotion im Maschinenbau zunächst technischen Themen. Während der Promotion schloss er ein Studium in Wirtschaftswissenschaften an.

Später arbeitete er als Berater im Finance- und im Automotive-Umfeld, später betreute er die Digitalisierung und die strategische Transformation eines international tätigen Automobilkonzerns. Über 15 Jahre begleitete er dabei verschiedene Führungsfunktionen.

Während seiner Laufbahn beobachtete er die Zusammenarbeit ganz unterschiedlicher Teams. Dabei erlebte er aus erster Hand die Herausforderungen, die im Spannungsfeld verschiedener Interessen auftreten.

2022 nahm er eine Professur für Wirtschaftsinformatik an der FOM Hochschule an. Neben den Vorlesungen, u.a. zum Thema Führung, erforscht er mit seinen Mitarbeitern die Phänomene der Rangdynamik und der informellen Hierarchie und untersucht, welche Mechanismen zu guter Teamarbeit führen und welche Eigenschaften für eine erfolgreiche Führungskraft notwendig sind.

Wie kommt es zu irrationalen Entscheidungen, zu Group Thinking oder Social Dead Locks in Organisationen, zu fehlendem Vertrauen in Führungskräfte, zu künstlicher Harmonie oder zu Fluktuation?

 

Unsere Gedanken zum Thema Führung…

Gute Führung beruht auf Beziehungen, die für beide Seiten auch sozial positiv sind – für Führungskräfte, weil die Arbeit mühelos und organisiert abläuft. Für die Geführten, weil sie Autonomie, Ordnung, Wertschätzung und Erfolg versprechen. Dafür ist geordnete Freiheit notwendig. Führungskräfte haben die Pflicht dafür zu sorgen.

Unterschätzt wird dabei die Bedeutung soziale Belange in der Führung. Führungskräfte haben erhebliche Möglichkeiten, auf die Arbeitskultur Einfluss zu nehmen – mehr als die meisten erwarten. Sie haben zudem die Aufgabe, auch Umgangsnormen zu etablieren, die einen fairen Interessensausgleich ermöglichen.

Führungskräfte müssen hierfür gehört werden, ihr Wort muss Gewicht haben. Respekt ist dabei nicht selbstverständlich. Oft suchen Führungskräfte daher Schutz in Regeln und Anweisungen, die nicht ihre eigenen sind und welche sie nicht mit Überzeugung vertreten können. Gute Führung braucht hingegen Mut, Respekt einzufordern und sinnvolle, ausgeglichene Regeln zu setzen.

Im Umgang mit unseren Klienten setzen wir in erster Linie auf Einzelgespräche. Diskretion über alles Gesagte ist dabei von höchster Bedeutung und eine Frage der Ehre. Gerade obere Führungskräfte sollen einen Raum finden, in dem sie reflektieren und mit uns nachdenken können. Wir beschränken uns dabei nicht auf Coaching, sondern bringen unsere Erfahrung aus zahllosen Führungsbeziehungen und Arbeitssituationen mit ein. Ihr konkreter Erfolg steht dabei immer im Mittelpunkt.

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